Toller Erfolg der ersten Martinisitzweil im Premberg Dorfstadel

Draußen ein triester Novembertag mit grauem Himmel und Nieselregen – dagegen herrschte im Premberger Dorfstadel fröhliche besinnliche Stimmung. Die Premiere des ersten Sänger- und Musikantentreffen unter dem Motto „ Martini-Sitzweil“ war mehr als geglückt. Ein nicht erwartender Besucheransturm lies die Premiere zu einem tollen Erfolg werden, was insbesondere Organisator Albert Schlüter und die Dorfgemeinschaft Premberg freute. Der „Schirmherr“ der hl. St. Martin, der an diesem Tag Namenstag feierte hielt in der über 1000 jährigen St. Martinskirche seine schützende Hand über die Veranstaltung.

Mit Witz und Scharm moderierte Sepp Quwatal aus Burglengenfeld gekonnt durch das 4 stündige Programm. Obwohl er schon 81 Lenze zählt, war ihm das in keinster Weise anzumerken und freute sich narrisch über die gelungene Veranstaltung. Gefreut haben sich auch die 8 Hobbymusikergruppen, die das aufmerksame Publikum mit ihren volkstümlichen Liedern und Musikstücken begeistern konnte. Zur Erheiterung trugen vor allem auch die Vielfalt von humorigen Witzen bei, die Musiker auf Lager hatten und gekonnt an dem Mann-Frau brachten.

 

Sehr gefreut hatte sich der Sepp Quwatal , dass die drei fesch’n Bäck’n Moidl’n aus Neumarkt den Weg ins Naabtal gefunden hatten. Die aus einer Bäckerei stammenden Schwestern spielten und sangen sich gleich in die Herzen der Gäste. Sie liesen es sich auch nicht nehmen , trotz beengter Verhältnisse das eine oder andere Tänzchen zu den Klängen ihrer Kollegen zu wagen. Mit dem Bayerwaldlied zeigte Sepp Quwatal, dass er auch noch die Harmonika gut beherrscht. Wo gibt es sonst schon einen singenden und Volksmusik spielenden Bierfahrer als in der Oberpfalz. Der Naabecker Bierfahrer Reinhard Brunner zeigte, dass er seine Steierische genauso gut beherrscht wie seinen Beruf. Sepp Wiendl begeisterte mit seiner Ehefrau Andrea das Publikum mit Liedern die ans Herz gehen. Dass es des den „Pingartner Kolmklang“ überhaupt gibt, so der Ehemann, sei dem Umstand zu verdanken, dass wenn seine Frau mit ihm am Sonntag singt, er dann zu Hause zwei Tage Ruhe hat, weil ihre Stimme zwei Tage zur Erholung braucht.

 

Heimvorteil hatte der Hubert Ehrenreich aus Weiherdorf, der mit böhmischen Stückl’n die Zuhörer in seinen Bann zog. Das Lied von der „Birscht’n“ lies jedoch auch die Lachmuskeln strapazieren. Als international kündigte der Sepp Quwatal die Roidl-Stammtisch Musikanten an, da sie aus vier verschiedenen Orten der Umgebung kamen. Horst Kaindl, Anton Schuierer, Alfred Birzer und Robert Heindl animierten mit ihren Weisen und Klängen die Besucher zum Mitsingen. Nur ein paar Meter hatten quasi die Teublitzer Lokalmatadoren Georg Vetterl und Helmut Zuch nach Premberg. Schon beim ersten Stückl: „ I lieg im Straß’ngrom, was wiat mei Alte sogn“ stimmten die Zuhörer mit ein. Den Schluss machten die Gastgebermusikanten, Organisator Albert Schlüter und Hubert Thürrigel stimmten zum Premberger Heimatlied an. So richtig in Stimmung zum Mitsingen kamen die Gäste noch, als alle Musiker gemeinsam noch viele bekannte Weisen spielten und sich der Stadel mit Gesang erfüllte. 

 

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