Sommer , Sonne, Reggae

Ausgelassene Stimmung auf dem Premberger Anger
Ausgelassene Stimmung auf dem Premberger Anger

Selbst ein 30 minütiger Regen konnte dieses Jahr dem Open Air Konzert „Isle of Vibes „ auf dem Premberger Anger nichts anhaben. Die Stimmung erreichte mit der Headliner Band „Raggabund“ ihren Höhepunkt. Ein breit gefächertes Musikprogramm, verschiedene Workshops, die Chillout-Area und der Biergarten hinterliesen beim breitgefächerten Publikum von 3 bis knapp 80 Jahren eine positive Bilanz. Besonders dem weiblichem Publikum schien es diesmal gut zu gefallen, denn sie waren weit in der Mehrzahl.

Auf dem Dorfanger herrschte südländische Stimmung, die nicht nur den Jugendlichen gefiel, was auch die Anwesenheit vieler älterer Semester bestätigte. Eingerahmt zwischen Naab und den Jurahöhen, sowie im Hintergrund über der Bühne die 1000 Jahre alte Kirche, bildete der Dorfanger eine ideale Kulisse für das Musik-Event vom jungen Premberger Kulturverein. Klein aber fein, so kann man das Reggaefestival mit günstigen Einstritts- und Verpflegungspreisen bezeichnen, das die gut 60 Jugendlichen aus Premberg und dem Städtedreieck auf die Beine gestellt haben. Im großen Zelt im Hintergrund und der Chillout Area mit dem großen Sandstrand der mit speziell zusammengestellten Bierbänken bestuhlte war und dem eigens eingerichteten Strohbadepool, lies es sich gut aushalten. Mit Kind und Kegel und dem Hund machten es sich auch viele Familien auf einer Decke vor der Bühne bequem und entspannten bei Musik und Tanz. Das südländische Flair, gemixt mit jamaikanischen Sound und Gelassenheit, die Idee einiger Jugendlicher bewies auch in seiner vierten Auflage , dass man mit viel Tatkraft , ohne Eventagentur und Profiveranstalter was auf die Beine stellen kann.

Erstmals waren fünf Acts auf zwei Bühnen zu sehen bzw. zu hören. Den Anfang macht VZI, der Live-Looping Artist aus Innsbruck. Da er bereits letztes Jahr positiv überraschte holten ihn die Veranstalter auch dieses Jahr zu zwei Auftritten. Binnen kürzester Zeit nahm VZI vor den staunenden Augen des Publikums ein Instrument nach dem anderen auf und spielt sich durch die verschiedensten Musikstile – von Funk und Latin zu Drum’n'Bass, Dubstep und natürlich Reggae. Mit starken Texten überraschte FEEL.ikx, was seine Bezeichnung als Rapper mit Herz voll traf. Der Newcommer aus Bubach überraschte mit seinem professionellen Auftritt und wäre auch zu späterer Stunde gut aufgehoben gewesen. Moderner deutscher Reggae mit Einflüssen aus verschiedensten anderen Genres, das war das Kennzeichen von Miwata. Dass der Heidelberger in der Fachzeitschrift Riddim im Leserpoll 2012 zum besten nationalen Newcomer gewählt wurde bestätigte er auch in Premberg. Mit Deadly Hunta war erstmals war erstmals ein Künstler aus England dabei. Auf geteilte Resonanz fiel seine Musik die mit sehr positiven Texten gekennzeichnet ist, welche er mit einer Mischung aus Reggae, Dancehall und HipHop unterlegte.

Starker Auftritt von Raggabund

Starke Musik und eine fetzige Show lieferte der Headliner Raggabund mit ihrer Backingband „The Dubby Conquerors“ ab. Dass das Musikerkollektiv längst kein Geheimtipp mehr ist, das wiesen die Brüder Paco Mendoza und Don Caramelo mit Reggae, Latin und Dancehall auf allerhöchstem Niveau. Die rund 2 stündige energiegeladene Shows mit musikalischer Professionalität hinterlies auch beim zahlreichen vor der Bühne tanzenden Pubklikum nicht ihre Wirkung. Die beiden Brüder boten durch ihre jahrelange Konzerterfahrung eine Dancehallparty vom Feinsten. Sie begeisterten ihr Publikum mit Stilvielvalt von Gitarrenmusik über Accapella-Scatches bis hin zu harten Raggamuffin-Beathbox-Excessen.

Graffiti Workshop
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