Pfarrhaus dem Erboden gleich

Kirchenpfleger Albert Schlüter überwacht den Abriss des alten Pfarrhauses
Kirchenpfleger Albert Schlüter überwacht den Abriss des alten Pfarrhauses

Der 25. November ist für die Pfarrei Premberg-Münchshofen ein denkwürdiger Tag. Das im Jahre 1895 errichte Pfarrhaus wurde vollkommen abgerissen.

Seit gut 2 Jahren laufen die Planungen für die Errichtung eines neuen Pfarrgemeindehauses. Eigentlich war man ursprünglich, nach entsprechenden Umbaumaßnahmen für den Erhalt des altehrwürdigen Gebäudes. Doch leider genehmigte die Diözese dies nicht, da die Richtlinien für die neuen Baustandarts nicht eingehalten werden können. So wird nun 2014 ein neues Gebäude errichtet, das ca. die Größe eines Einfamilienhauses hat. Damit das neue Gebäude Platz hat, musste das alte Pfarrhaus weichen. Das ortsbildprägende Gebäude aus dem Jahre 1895 ist eines der letzten alten Häuser in Premberg welches nun für immer verschwindet.

Abrissdaten:

Die Abbrucharbeiten führt die Firma Rubenbauer GmbH aus Kümmersbruck aus. Die Kosten belaufen sich auf 29 000 Euro plus 3000 Euro für Sonstiges.

Der Abriss umfasst 4 Projekte:

 

1. Das alte Pfarrhaus bestehend aus massiven Bruch-und roten Ziegelsteinen mit ca. 1500cbm umbauten Raum.

2. Das Nebengebäude mit Holzlege aus Ziegel mit ca. 540 cbm umbauten Raum.

3. Abbruch der ca. 1.50 m hohen Stützmauer an der Salzstraße mit einer Länge von 42 Meter.

4. Erdabtrag zwischen Hauptgebäude und Salzstraße mit ca. 150 cbm.

Pfarrhaus mit dem Ökonomieanwesen Buckley aus dem Jahre 1959
Pfarrhaus mit dem Ökonomieanwesen Buckley aus dem Jahre 1959

Geschichte:

Am 7. Januar 1878 vermachte Pfarrer Adam Sußbauer sein gesamtes Vermögen von 10 000 Mark zur Errichtung einer Expositur.

Durch Unterstützung der kinderlosen Gräfin Julie von Armannsperg auf Schloss Münchshofen konnte 1890 das Haus in Premberg dass der Familie Buckenlaib gehörte, erworben werden. Auf dem Grundstück wurde 1894 das Pfarrhaus errichtet, während das ehemalige Wohnhaus zum Ökonomiegebäude umgeändert wurde. (Dieses wurde bereits 1975 abgerissen). Vorausgegangen war der Wunsch der Premberger auf Errichtung einer eigenen Expositur, da sie sich von der Urpfarrei nicht mehr genug betreut füllten. So forderte bereits im Jahre 1830 der Gemeinderat die Trennung der Filiale Premberg von der Pfarrei Wiefelsdorf. Der hauptsächliche Grund war, dass in Premberg oft die Gottesdienste ausfielen und vor allem die weite Entfernung von eineinhalb Stunden (damals wurde die Zeit des Fußmarsches hergenommen) keine anständige Christenlehre möglich war. Diese Klagen dauerten an und erreichten 1891 ihren Höhepunkt. In diesem Jahr war wegen Priestermangels die Betreuung von Wiefelsdorf aus nicht mehr möglich. So schrieben die Premberger einen Bittbrief unter Umgehung des Dienstweges an den „Allerdurchlauchtesten Prinzen und Regenten“. Dieser Brief brachte dann die Errichtung einer eigenen Expositur ins Rollen. Die Stiftungsurkunde für die Expositur wurde am 20. Januar 1897 in Regensburg unterzeichnet, die landesherrliche Genehmigung erfolgte bereits am 15. Juli 1896.

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