Dorfstadel feiert sein 10-jähriges Jubiläum

Erinnerungsfoto der Ehrengäste
Erinnerungsfoto der Ehrengäste

Mit einem kleinen Festakt feierte die Dorfgemeinschaft Premberg den Dorfmittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens.

Für die Dorfgemeinschaft konnte der 1. Vorstand des GOV Premberg Martin Wurdack 1. Bürgermeisterin Maria Steger, den Projektleiter Georg Würzbauer vom Amt für ländliche Entwicklung, Altbürgermeister Kurt Fink ,den den ehemaligen Sprecher und Urgestein der Dorferneuerung Franz Pretzl sen. , sowie etwas später auch Landrat Thomas Ebeling im Dorfstadel begrüßen. 1. Bürgermeisterin Maria Steger betonte, dass die junge Geschichte des Dorfstadels untrennbar mit der Dorf- und Flurerneuerung Prembergs verbunden ist. Manfred Huber wird für sein 10 jähriges Wirken als Dorfstadel Wirt geehrt.

Beeindruckt zeigten sich die Besucher auch von der umfangreichen Apfel und Birnenausstellung von Josef Merl aus Münchshofen.

 Manfred Huber für sein 10 jähriges Wirken als Dorfstadelwirt geehrt
Manfred Huber für sein 10 jähriges Wirken als Dorfstadelwirt geehrt

1. Bürgermeisterin Maria Steger dankte besonders Herrn Würzbauer und seinem Amt, Altbürgermeister Kurt Fink und allen Prembergern/innen allen voran Franz Pretzl sen. die das Vorhaben unterstützt und auf den Weg gebracht haben. In einem kurzen Rückblick lies Martin Wurdack das Projekt Dorferneuerung und den damit verbundenen Dorfstadelbau Revue passieren. Mit historischen Bildern hinterlegte Dorfsprecher Franz Pretzl jun. den zeitlichen Ablauf des Geschehens. Aktuell ist das Projekt Flurerneuerung derzeit voll im Gange und bei der Dorferneuerung herrscht seit geraumer Zeit eine Pause. Es stehen jedoch noch zahlreiche Projekte aus, die Arbeitsprogramm festgelegt wurden.

1998 erstes Dokument

Das erste schriftliche Dokument für die Dorferneuerung stammt bereits vom 19.12.1998 als Franz Pretzl jun. als FFW Vorstand und GOV Ausschussmitglied einen entsprechenden Antrag an die Stadt Teublitz stellte. Der Vorstoß von damals, den auch die ehemaligen Premberger Stadtratsmitglieder August Gleixner und Karl-Heinz Hutzler , der auch als Mitarbeiter der Direktion für ländliche Entwicklung die Förderung kannte , unterstützten, verlief etwas im Sande. Erst als das 1200 jährige Dorfjubiläum immer näher rückte brachte ein Gespräch der beiden Premberger Vereinsvorstände bei Bürgermeister Kurt Fink die Sache endgültig ins Rollen. Am 28.01.2001 war die erste Bürgerversammlung mit Baudirektor von Schelling von der ALE, wo auch die Flurerneuerung mit einbezogen wurde. Am 29.03.2001 war erstmals die Dorferneuerung auch Thema im Stadtrat und es wurde beschlossen einen Antrag beim Amt für ländliche Entwicklung zu stellen. In weiteren Sitzungen erklärten sich 20 Premberger/innen bereit im Arbeitskreis Dorferneuerung mitzuarbeiten. Viele Sitzungen, einige Dorfbegehungen ,auch mit den Kindern folgten und der begleitende Architekt Dieter Drexl trat in Erscheinung. Am 16.2. 2002 wird erstmals in der MZ vom Dorfstadel berichtet und beim Seminar für die Dorferneuerung in Plankstetten am 5 April wird der Dorfstadel als zweitwichtigstes Objekt von den Teilnehmern bewertet. Von hier an ging es dann Schlag auf Schlag , denn die 1200 Jahrfeier 2005 rückte immer näher. Bereits am 2. Juli 2002 legte Drexl einen Plan mit Baukosten von rund 140 000 Euro vor.

Kosten waren dem Stadtrat zu hoch

Der erste Plan wurde dann vom Stadtrat wegen der hohen Kosten nicht genehmigt. Pretzl sen. holte daraufhin selber Angebote ein und machte eine eigene Kostenschätzung mit einer Finanzierung. Am 23.10 2003 durfte er dies dann im Stadtrat vorstellen und zeigte Bürgermeister Kurt Fink und Georg Würzbauer von der ALE zudem ein ähnliches Projekt. Mit der realistisches Kostenschätzung von 86 000 Euro, einem Zuschuss der Premberger Vereine von 25 000 Euro, einer 65 prozentigen Förderung von 56 000 Euro verblieben der Stadt nur noch 5000 Euro. So wurde dann am 4.11.203 der von der Stadt auf Vordermann gebrachte Kostenvoranschlag auf 97 000 Euro berichtigt und zur Genehmigung eingereicht. Am 28.1.2004 war die Plangenehmigung und bereits im März begannen die Bauarbeiten. Die Premberger holzten zahlreiche Bäume für den zu verlegenden Kinderspielplatz ab und machten den alten Spielplatz baureif. Die Stadt verlegte in Eigenregie diesen um rund 50 m . Am 1.April erfolgte der Spatenstich und am 4. April begann schon die Firma Blöth mit dem Stelzenunterbau aus Beton. Am 5.Mai 2004 errichtete die Firma Lanzl den Holzskelletbau und die Stadt hatte auch schon den Wasser und Kanalanschluss verlegt. So konnte bereits am 21. Mai die Hebefeier stattfinden. Die Premberger halfen dabei kräftig mit , dem Aufbau des Gerüstes, dem Streichen des Stadels und etlichen Kleinigkeiten . Danach waren sie voll Tatendrang und Engagement beim Innenausbau bei der Sache. Selbst die großen Tore des Lagerraums und des GOV Hauses wurden in Eigenregie gebaut. Nur die Fenster und Türen lieferte und baute die Firma Popp ein, ansonsten wurde alles selber erledigt. Insgesamt wurden so 1450 Stunden bis zum 31.12.2004 geleistet. Die Stundenzahl ist aber realistisch gesehen doppelt so hoch, da man danach noch vieles anpackte und auch die vielen Stunden des Organisierens und Telefonierens sind nicht mitrechnete. Alles in Allem war der Bau eine tolle Gemeinschaftsleistung und so erfolgte am 9.Oktober 2014 die Einweihung und Übergabe an die Stadt.

Finanzierung:

Baukosten 97 000 Euro, Zuschuss fähig 87 000 Euro

Spende Premberger Vereine 25 000 Euro, Eigenleistung 13 000 Euro, Zuschuss 56 000 Euro, Zuschuss Stadt Teublitz 5 000 Euro.

 

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