Wolfgang Kamm im Dorfstadel

Der Kulturverein Premberg hatte mit dem  Komödianten Wolfgang Kamm aus Hohenschambach wieder den richtigen Griff für sein Herbstprogramm getan.1. Vorstand Roland Spindler freute sich  den Sänger, Musiker, Schauspieler und Kabarettisten vor vollem Haus im Premberger Dorfstadel begrüßen zu können. Er trat mit seinem Soloprogramm „Eine kleine Kammödie“ zum erstenmal hier auf  und  begeisterte das Publikum. In unserer Region ist er jedoch schon als Teil des „Trio MiSchKa“ bekannt.

In der mittlerweile schon gefeierten Figur des Kraus-Sepp betrat er als gestandener Maler die Bühne. In seinem abwechslungsreichen Programm war so ziemlich für jeden etwas dabei  und scheute auch dabei nicht sozialkritische Themen,  wie das der Flüchtlinge. Mit seiner ausgewogenen Mischung aus Satire, groteskem Liedgut und einer Prise Selbstironie hatte er sein Publikum stets im Griff. Alltägliches und auch Regionales sammelt er für  seine Ideen, die er pfiffig und teilweise in absurden Kombinationen dem Publikum darbietet. 

 

Ein besonderes Zuckerl präsentierte er den Besuchern  gleich am Anfang mit dem Hinweis, dass die Eintrittskarte auch einmalig für einen „Eintritt im Swingerclub in Amberg“ gelte und dazu noch einen kostenlosen Workshop für „Besonderes in Sache Liebe“. Intensiv beschäftige er sich auch mit den Zukunftsplänen der Jugendlichen,  mit dem Lied „Ma is doch ned bled, wem a af Hauptschul geht!“ Vorrangiger Wunsch des Nachwuchses ist dabei die „Hartz IV Ausbildung“, bei dem es sogar VHS Kurse gibt, so Kamm. Probleme bereiteten dem „ Maler Kraus Sepp“ auch seine tägliche Brotzeit, als er gerade seinen Stiften wieder dazu los schicken wollte. Neben „ 1 Lida Milch, a Schachtl HB und a Bildzeidung“ wollte er diesmal keinen Leberkäs, der ihm schon „von de Lusa asawachst“.  Jedoch, nach intensiver Abschätzung einer erdenklichen Alternative, blieb er wieder bei seiner ersten Wahl „Zwoa Semmln und für 3 Moark an Lewakas“. Das typisch „Deutsche“  war auch Thema eines seiner Lieder, wie der deutsche Tourist in warmen Ländern mit „Klapperln und a paar Sock‘n dro“. Quer Beet ging sein Repertoire in den rund zweieinhalb Stunden und das Publikum dankte es ihm mit viel Applaus. Der Abend zeigte,  dass es auch gute Künstler in unserer Region gibt.

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