Dorffest 2017

Viel geboten wurde rund um den Premberger Dorfstadel beim 2. Dorffest des Kulturvereins Premberg. Freude machte den Kindern der Spieleparcours, sowie  den Zuschauern und Teilnehmern das Kanurennen. Die lockere Musik mit Norman Seibold und dem Trio WTF sorgte für  eine tolle Stimmung. Nur die etwas kühlere Temperatur störte ein wenig das bunte Treiben rund um den Dorfstadel, jedoch bot das nachgeholte Johannisfeuer die Möglichkeit sich zu wärmen.       Bilder

Viel Mühe hatte sich der Premberger Kulturverein gegeben, um das zweite Dorffest wieder attraktiv zu machen. Nachdem letztes Jahr das Programm  gut ankam, übernahm man dieses einfach eins zu eins, so der Vorstand  Roland Spindler. Es blieb nur die bange  Frage beim Aufbau am Samstagmorgen, hält das Wetter? Die vielen Vorbereitungen des kleinen rührigen Vereins wurden jedoch belohnt, es blieb trocken.  Die Temperatur von  knapp 20 Grad ließ etwas die Besucherzahlen schrumpfen, dennoch ist das Fazit von Vorstand Roland Spindler durchwegs positiv. Es passte alles, das Spielfest, das Kanurennen, die Besucher, die Musik und besonders freute ihn dass so viele mithalfen wie noch nie. Für die die gekommen waren bot sich eine Vielfalt von Unterhaltungsmöglichkeiten und man konnte sich später sogar am Johannisfeuer etwas aufwärmen.  Besonders gut ankam die erstmals aufgestellte Strohmauer rund um den Dorfplatz. Man fühlte sich darin richtig wohl , sie bot Schutz vor der Straße, hielt den Lärm weg und bildete zusammen mit der Bühne und dem Dorfstadel ein angenehmes Ambiente. 

 

Idee zum Dorffest

Der eigentlich noch junge Premberger Kulturverein hatte sich aus der Open - Airveranstaltung „Isle of Vibes „ entwickelt. Ziel seit der Gründung 2012 war damals nur die Ausrichtung des Open Airs  auf dem Premberger Anger. Nach der fünften Auflage in 2014 des schon überregional bekannten Reggae Festivals, musste man wegen der zu hohen Auflagen und Unkosten leider die Segel streichen. Der Verein  musste sich damals neu finden, veranstaltete unterschiedliche kulturelle Veranstaltungen im Dorfstadel und auch Ausflugsfahrten. Nachdem dem Aus des bekannten Premberger Irlfestes ,  fasste man 2015 den Entschluss 2016 ein Dorffest zu veranstalten, das im letzten Jahr zu einem vollen Erfolg und tollem Erlebnis wurde.  So lag es nicht fern es im neuen Jahr zu wiederholen.

 

 

Spieleparcours und Johannisfeuer

Auch die anderen Dorfvereine beteiligten sich am Geschehen des Dorffestes und übernahmen je eine Station beim Spieleparcours .Büchsenwerfen mit den Dorfkindern, Schneckenrollen mit dem Sparverein, Spritzen mit der Feuerwehr , Kresseherzen sähen mit dem GOV. Mit dem angrenzenden Spielplatz bot sich den Kindern eine Vielzahl von Unterhaltungsmöglichkeiten und sie waren mit Feuereifer bei der Sache. Nachdem wegen Trockenheit das Johannisfeuer abgesagt werden musste, nutzte die Feuerwehr das Dorffest um es abzubrennen. Gegen Einbruch der Dunkelheit bildete das helle hoch auflodernde Feuer  eine tolle Kulisse zum Dorffest und man hatte die Möglichkeit sich ein wenig  aufzuwärmen.

Höhepunkt das Kanurennen

Bauchschmerzen bekam im Vorfeld Vorstand Roland Spindler, da die Trockenheit  die Fahrrinne zu einem schmalen seichten Rinnsal werden ließ. Der Regen der letzten Tage beseitigte jedoch den Missstand und die Kanuten hatte freie Fahrt.  Die Idee  zum Kanurennen war nicht neu, denn bereits in den 90 iger Jahren suchten die Kanuten beim Irlfest ihren Besten. Der Festplatz war fast leer, als das Kanurennen gleich daneben gestartet wurde. Die Zuschauer eilten zum Ufer der Naab und verfolgten mit Interesse und lauten Anfeuerungsrufen das sportliche Geschehen.  Gestartet wurde neben dem Dorfstadel und die Teams sprinteten dann zu den 100 m entfernten  Booten am Naabufer.  Die Aufgabe hieß einmal um die Insel zu paddeln und das war nicht ganz ohne,  das es gegen die Strömung der Naab ging. Gleich im ersten Vorlauf zeigten die Damen ihr Können und das fiel bei einem Team dabei sprichwörtlich ins Wasser.  Laura Spindler und Gabriela Pretzl  schoben  mit voller Energie das Kanu ins Wasser, sprangen hinein und schubs lagen beide, sehr zur Freude der Zuschauer, im Wasser. Sie ließen sich jedoch nicht unterkriegen, paddelten pitschnass rund um die Insel und beendeten hoch erhobenen Hauptes ihren Wettkampf. Die beiden Siegerteams durften noch zum Endlauf mit den Herren antreten. Beim zweiten Vorlauf mit den  Herren war schon mehr Dampf dahinter, denn man spürte förmlich die Energie die die Jungs an den Tag legten.  Bei den ersten Paddelschlägen meinte man ihre Kraft zerborste die Paddel, so vehement legten sie sich ins Zeug. Beim Finallauf starteten die Erst- als auch die Zweitplatzierten also zwei Damenteams und zwei Herrenteams. Um das schwache Geschlecht etwas gleich zu stellen, durften diese beim Startschuss gleich in den Booten sitzend los -paddeln. Die Herren sprinteten in Le Mans Manier zu den Booten und machten sich auf zur Verfolgung.  Bis 100 m vor Ziel sah es nach einem Damensieg aus, dann jedoch setzten die beiden Herrenteams zum Schlussspurt an. Völlig entkräftet finishten dann  die beiden Vorjahressieger Jonas Spindler und Franz Martin Pretzl wieder als Erste. Auch die Zweitplatzierten Thomas Duschinger und Daniel Auer hechelten nach Luft als sie endlich im Ziel waren. Auch das lange führende Damenteam mit Marie Luise Biller und Andrea Kennerknecht zeigte sich mit Rang 3 sehr zufrieden, angesichts der wesentlich jüngeren Konkurrenz. Spaß hat es allen gemacht, sowohl den Teilnehmern als auch den Zuschauern.