Stefan Leonhardsberger und Martin Schmid begeistern im Premberger Dorfstadl

Im oberöstereichischen Dialekt gesungene internationale Pophits, Wortwitz und eine exzellente Show. Ein Konzept, das aufging und die Besucher im proppenvollen Dorfstadl zum Lachen und Mitsingen brachte. Mit seinem Programm „Da Billi Jean is ned mei Bua“ gastierte der Mühlviertler Stefan Leonhardsberger zusammen mit seinem Augsburger Partner Martin Schmid erstmals in der Region.

 

Der Abend startete mit einer musikalischen Leihgabe von Robbie Williams „Come undone“. Bei Leonhardsberger wurde es zu „Des bin halt i“, mit dem er sich quasi selbst dem Publikum vorstellte. Mit „Sommerzeit-Jetlag“ (Lana Del Reys „Summertime Sadness“) behandelte er nachfolgend ein Thema, was die Menschheit derzeit wirklich bewegt – die Sommerzeit-Umstellung.  ........                                     Bilder

 

Bereits danach kam Leonhardsberger zum Titelsong „Billi Jean“, in dem es um eine Vaterschaftsklage bei seinem Freund Tonic ging. Wer glaubte, dies sei – weil Titel des Programms - bereits der musikalische Höhepunkt des Abends, irrte gewaltig.

 

Es folgte eine Vielzahl bekannter Melodien, die mit witzigen, aber auch nachdenklichen Texten - gepaart mit österreichischem Schmäh - dargebracht wurden. So wurde aus Rihannas „Umbrella“ einfach „Finga weg vo meim Tella“ oder aus David Bowies „Space Oddity“ das Austronautenlied „In de Fiaß hob i koa G'fühl, dafür is da Riesling kühl“ und erfährt dabei, dass der erste Mensch auf dem Mond eigentlich ein Österreicher war. Der Schwabenteufel Martin Schmid avancierte bei „Purple Rain“ von Prince mit seiner Akkustikgitarre zum Rockstar und die Hip-Hop-Nummer „Würschtlstand“, laut Leonharsberger im Übrigen der letzte demokratische Ort in Österreich, strapazierte die Lachmuskeln der Besucher aufs Äußerste. 

 

Dazwischen musste Leonhardsberger das Publikum immer wieder ermahnen sich zu beruhigen, so begeisternd wirkte die Vorstellung.

 

Mit Tina Turners „Private Dancer“ als Zugabe, das bei Leonhardsberger zum „Bsuffanen Tänzer“ wird, endet die grandiose Show der beiden Künstler.

 

Die Mixtur aus Kabarett, Musik und Schauspiel auf außergewöhnlichen Niveau hatte sein Ziel nicht verfehlt. Das Publikum danke es mit donnerndem Applaus.