Lauschen, Genießen und Helfen

Besinnliche vorweihnachtliche Momente bereitete in der Premberger St. Martinskirche die Regensburger A-Cappella-Formation „Kneitingales“ dem breitgefächerten Publikum. Durch ihren kostenlosen Auftritt  halfen sie Dank der freudigen Spendenbereitschaft der  Besucher der drei Jahre alten Miriam, die  an einem seltenen Gendefekt leidet. Die Pfarrgemeinde lud danach zu einem Umtrunk ins Pfarrheim ein und spendete ebenfalls die Einnahmen.

Freude bereitete die Regensburger A-Cappella-Formation „Kneitingales“ nicht nur den Besuchern, sondern auch der 3 Jahre alten Miriam. Das vor  16 Jahren als Regensburger Studentenchor gegründete gemischte Doppelquartett hat sich mit seinem breit gefächerten Repertoire aus Pop, Jazz und Swing inzwischen als feste Größe in der Regensburger Musiklandschaft etabliert. Trotz dieser individuellen Vielfalt zeichnen sich die Kneitingales durch einen unverwechselbaren homogenen Klang aus. Mit viel  Applaus  bedankten sich die Zuschauer für die Traditionals wie: "Go tell it on the Mountain", "The Virgin Mary had a Baby Boy", "Joy to the World" oder  "Have Yourself a Merry Little Christmas". Auch die Pop-Weihnachtssongs wie: "The Last Christmas", "Driving Home for, Christmas", "That's Christmas to Me" oder das Schwedische Weihnachtslied: "Jul, Jul, Stralande Jul" klangen stimmungsvoll durch die altehrwürdige Kirche. Mit dem deutschen Weihnachtslied: "Es wird scho glei dumper" endete der vorweihnachtliche Samstagabend. 

Initiatorin des Benefizkonzertes  war Chormitglied  Carolin Vogel, die einerseits Kontakt zu Miriams Eltern hatte, zum anderen als ehemalige Prembergerin noch als Organistin für die Premberger Pfarrgemeinde tätig ist und letztendlich in ihren Chormitgliedern sofort Bereitschaft für das Benefizkonzert fand. Auch die Pfarrgemeinde unterstützte das Projekt mit dem Sammeln der Spenden, der Bewirtung im neuen Pfarrheim und dem Spenden der Einnahmen. 

Miriams Hoffnung

Miriam kam im Januar 2015 als völlig gesundes, hübsches Mädchen zur Welt. Ein Jahr lang entwickelte sie sich völlig normal. Und dann ging urplötzlich das Glück rückwärts: An ihrem ersten Geburtstag fiel uns auf, dass ihr die Spielsachen aus den Händen fielen. Binnen weniger Monate verlernte sie alles, was sie zuvor konnte – essen, sprechen, durchs Zimmer robben. „Die Dreijährige aus Riedenburg leidet unter dem seltenen Rett-Syndrom – eine minimale Veränderung an einem sehr wichtigen Gen bewirkt, dass ein Protein nicht in ausreichender Menge hergestellt wird, das ab dem Alter von etwa einem Jahr für die Weiterentwicklung des Gehirns benötigt wird. Solange das Protein fehlt, ist die Weiterentwicklung blockiert. Da die Rett-Forschung ist zu 100% auf Spenden angewiesen ist, freut sich die Familie Fackler über jeden Pfennig der hilft die Krankheit zu erforschen und damit der Miriam zu helfen. Infos: http://www.miriamshoffnung.de

Kneitingales  Sänger/Innen

 Steffi Kastl und Monika Eichhammer (Sopran), Kathi Zollner und Carolin Vogl (Alt), Tom Bauer und Alexander Reber (Tenor), Christian Mitzkus und Kalle Lenhard (Bass). (bpf) Infos: http://www.kneitingales.de